Halbjahresrückblick 2022

Monate Januar – Juni 2022

Schon wieder ist das erste halbe Jahr 2022 vorüber. Manchmal frage ich mich, wie es sein kann, dass die Zeit so schnell vorüber geht. Und es gibt dann wieder Momente, die sich scheinbar endlos ziehen, und man das Gefühl bekommt, in einem Hamsterrad zu drehen. Aber dazu später mehr.

Ich bin dankbar für meine Routine, die ich hier durch das Bloggen entwickelt habe. Meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Die letzten Monate nochmal Revue passieren zu lassen, denn vieles geht im Trubel des Alltags unter. Nicht nur die Schattenseiten, sondern auch die Sonnenseiten, auch wenn es im Moment wenige davon gibt. Zu sehen, wie viel geschehen ist – und es gab eine Menge Bewegung.

Krieg in Europa

Das traurigste Ereignis im Februar 2022 ist der Beginn der militärischen Aggression, was am 24. Februar 2022 mit der Invasion von Russland in die Ukraine endete. Krieg in Europa, eigentlich unvorstellbar, und doch traurige Realität, niemand wollte es wahr haben. Dieser Krieg macht Angst und fassungslos… da er in Europa für nicht möglich gehalten wurde, nach Gesprächen verschiedener europäischen Staatsmänner, die versucht hatten zu vermitteln und zu beschwichtigen. Wie zum Teufel konnte dies geschehen? Wieviel Leid müssen diese Menschen erdulden?

Frühling

Wie in jedem Jahr merkte ich auch jetzt wieder, wie ich den Frühling liebe. Das Erwachen der Natur, die Schönheit, die plötzlich wieder überall zu entdecken ist. Die Sonnenstrahlen, die die Haut erwärmen, all das tut mir so gut. Ich merke auch, wie die Natur etwas in mir weckt – Tatendrang.

Der Frühlingsanfang war zwar erst in der zweiten Hälfte des Monats März, aber gefühlt kam der Frühling schon direkt Anfang Monat zu uns in die schöne Schweiz. Mit meiner Fotokamera war ich oft draussen am schönen Zürichsee anzutreffen. Unter anderem beobachtete ich gerne die mutigen Schwimmer im kalten Zürichsee. Zu denen gehörte regelmässig auch mein Sohn Christian dazu.

Firmung

Unser Highlight war die Firmung unseres Enkels Tiago im März. Die Firmung ist ein Sakrament der katholischen Kirche: Für viele Menschen, die bereits als Kleinkind getauft wurden und im Volksschulalter die Erstkommunion gefeiert haben, ist die Firmung die erste reife, persönliche Entscheidung für ein christliches Leben. Deshalb spricht man beim Sakrament der Firmung auch vom «Erwachsenwerden im Glauben».

Wir waren dankbar, den Tag mit unserem mittlerweile volljährigen Enkel, nahen Verwandten und Freunden zu verbringen. Endlich ist es wieder möglich, sich mit unseren Lieben zu treffen und sich nahe zu fühlen.

Workshop bei Bernina

Etwa eine Woche vor unserem Abflug nach Zypern habe ich einen Workshop bei Bernina Steckborn besucht. Während diesem zweitägigen Kurs, welcher geleitet und begleitet von Matthias Ackermann wurde, einem Schweizer Designer, entstand ein Shirt aus Spitzen von Hand genäht. Eine richtige Herausforderung für mich, oder wie sagt man heute so schön: eine «Challenge». Das musste einfach noch sein vor unserer Abreise.

Umbruch

Am 1. April war es soweit, kein Aprilscherz, ging es Richtung Zypern. Da war die Welt noch in Ordnung. Leider während unseres Fluges bekam Charly, mein Mann, gesundheitliche Probleme, die sich auf Zypern noch verschärften, sodass ein Spitalaufenthalt notwendig wurde.  Vorerst war die Prostata die Ursache. Nach zweiwöchigem Aufenthalt im Spital und 10 Tage in unserem Haus auf Zypern, brachte uns ein Flugzeug der Rega in die Schweiz zurück, wo es für meinen Mann direkt ins Unispital ging. Wir waren guter Hoffnung, dass eine Operation das alles regeln würde und wir im September 2022 wieder das Meer und die Sonne auf Zypern geniessen könnten.

Alles kam anders, und nur Wochen später kam dann die niederschmetternde Diagnose «akute myeloische Leukämie». Was nun folgt kann sich jeder denken!

Manchmal spielt das Leben wirklich verrückt. Wir gerieten in einen Strudel und einem Wechselbad der Gefühle, Angst vor dem Ungewissen, was uns erwartet, Hoffnung, Zuversicht und Glaube, dass alles gut kommt, wechseln sich immer noch ab. Die inneren Kraftquellen werden auf eine harte Probe gestellt.

Mit Geduld, grosser Hoffnung und Zuversicht sehen wir dem zweitem halben Jahr 2022 entgegen.

 

 

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