Rezension des Buches, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen!

 

 

«Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen»
ist ein Ratgeber der englischen Psychotherapeutin Philippa Perry

 

Einleitung

Dieser Erziehungsratgeber hätte ich vor 40 Jahren haben müssen. Als ich ihn im Regal bei meinem Lieblings Buchhändler, Orell Füssli in Zürich sah, wusste ich den muss ich es haben. Sicherlich hat der Titel meine Neugierde geweckt. Zwischenzeitlich hab ich mir sogar das Hörbuch aufs Mobile geladen. Auch wenn meine Kinder nun erwachsen und teilweise selber Eltern sind, war es für mich ein Muss. Die neuzeitlichen Erziehungsmetoden heben sich von meinen/unseren damaligen teilweise ab. Durch dieses Buch von Philippa Perry konnte ich einiges besser nachvollziehen.

Ratgeber auf Augenhöhe

Ein gelungener Erziehungsratgeber mit lebendig erzählten Fallgeschichten, welche nahvollziehbar und aus dem täglichen Leben gegriffen wurden angereichert mit viel psychologischem Hindergrundwissen. Philippa Perry, die Autorin, wählt eine klare alltagsnahe Sprache und ebensolche Beispiele, ohne an Tiefe einzubüssen. Dieses Buch wurde geschrieben für Eltern die ihre Kinder nicht nur lieben, sondern auch mögen wollen.

In diesem Buch wird aufgezeigt wie wir eine Beziehung zu unseren Kindern aufbauen können, nicht, wie wir sie am besten manipulieren können, um unsere eigenen Bedürfnissen abzudecken. Rüttelt auf, die eigenen Kindheitserfahrungen zu betrachten und durchleuchten. Das Gute der eigenen Erziehung weiterzugeben und die weniger hilfreichen Aspekte eindämmen.

Besonders das Kapitel Gefühle hat es auf den Punkt gebracht. Diese solle man stets wahrnehmen, annehmen und für das (Klein-)Kind einordnen. Immer wieder, bis es Jahre später selbst besser regulieren kann. Die regelmässigen kleinen eingebauten Übungen sind wirklich super, unkompliziert und schnell in der Durchführung. Sogenannte Visualisierungsübungen, die der Selbsterkenntnis dienen. Man fängt an, sein Verhalten zu reflektieren und hinterfragen. Fehler werden weiterhin gemacht, um daraus zu lernen, was auch okay ist.

Seelische Gesundheit

Teil fünf: Die Voraussetzungen seelischer Gesundheit fand ich sehr inspirierend und von grosser Bedeutung. Endlich spricht die Gesellschaft jetzt über die seelische Gesundheit von Kindern – und darüber, wie man sie fördern kann. Ein weiterer Punkt in diesem Teil ist die Kommunikation, welche schon im Babyalter stattfinden sollte. Zum Beispiel sollte zur Gewohnheit werden, dem Kind zu sagen was geschehen wird.

Des Weiteren verdeutlicht Philippa Perry, warum sich Kleinkinder oft «schwierig» und «nervig» verhalten und wie wir als Erwachsene damit am besten umgehen können. Auf den Umgang mit Wutanfällen geht sie konkret ein und auch auf das Grenzen setzen bei Kleinkinder und Teenagern.

Betont wird, dass es natürlich in Ordnung fürs Kind ist, wenn es das ganze Spektrum von Emotionen fühlt, aber es muss in allen seinen Stimmungen, von Tränen bis hin zu Lächeln, Ängsten und Wut, eine Begleitung haben.

 

 

Mein Fazit

Hier bekommt man ein Werkzeug in die Hand, um Erziehung nicht in ein manipulatives Machtspiel zu verwandeln. Die Botschaft, dass es kein «zu spät» gibt, ist wichtig und heilsam und entstandene Brüche in der Beziehung zum Kind reparieren zu können.

Egal wie alt die Eltern oder die Kinder… jeder sollte dieses Buch kennen und beherzigen.

Einzig – der Fokus der Autorin ist eine intensive, verständnisvolle Kommunikation. Demzufolge frag ich mich: Ist es zeitlich mit mehr als einem Kind zu schaffen?

 

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