Der Monat Mai fing bei uns gemächlich an. In der Hoffnung, dass die Prostata OP doch noch nachgeholt werden kann. Naja, bei uns dreht sich halt im Moment alles um die Krankheit meines Mannes. Die verschluckt einen grossen Teil unserer Energien und Ressourcen.

 Kleine Inseln schaffen

Bereits seit Monaten versuche ich kleine Inseln für mich zu schaffen. Zufälligerweise bin ich vor ein paar Wochen an einem Patchwork-Laden in der Stadt vorbei geschlendert und bin spontan eingetreten. Ich liess mich von den vielen Stoffen und Farben inspirieren. Im Laden empfing mich eine Ruhe und Gelassenheit, die auf mich überschwappte. So schien mir die Zeit gekommen, einen Patchwork/Quilting Workshop zu besuchen. Da die Stunden frei wählbar waren, kam mir dies momentan sehr entgegen. Ich bin voll im Kleinkind-Kleidernähen und so kam mir die spontane Idee, eine Bettdecke für meinen kleinen süssen Enkelsohn Gioele zu patchen und anschliessend mit einem Quilt zu versehen. Es fühlt sich so meditativ, inspirierend an, und ich bleib in meiner Mitte. Die Projekte können farblich je nach Stimmung unterschiedlich ausfallen.

Beim Patchworken setzt man kleine Stoffstücke zusammen und näht daraus ein Projekt. Quilten stammt aus dem Englischen “to quilt” und steht für das Steppen.

 

Abklärungen

Mitte Monat stand dann die Cardiountersuchung meines Mannes beim Circle im Flughafen Zürich an, zusätzlich zu den wöchentlichen Blutuntersuchungen im Unispital. Der Circle ist eine Aussenstation des Unispitals. Die Resultate waren ernüchternd und der Arzt riet meinem Mann von einer Prostata Operation ab. Von medizinischer Sicht gesehen sicher gerechtfertigt. Mehr Lebensqualität liess der Arzt nicht gelten. So blieb uns die Hoffnung, dass mein Mann die Anästhesie davon überzeugen kann. Argumentieren ist eine meines Mannes Stärke. Zu guter Letzt hat sie zugestimmt, nachdem wir über die Risiken informiert wurden.

Raindrop-Technik

Einmal im Monat, wenn möglich 2x, gönne ich mir die Raindrop-Massage in Rapperswil bei Annett Pedrotti. Übrigens: sie unterrichtet diese Technik auch in Bad Zurzach den angehenden Masseuren.

Die Raindrop-Technik entspannt die gesamte Rückmuskulatur und reduziert nachhaltig Stress und Schmerzen. Sie transformiert auf körperlicher, emotionaler und spiritueller Ebene. Das Auftragen ätherischer Öle auf die Füsse und Rücken, zwei Heil-Ritual-Techniken, klassische Massage-Griffe und eine warme Kompresse, machen die Raindrop-Technik zu einem einmaligen Erlebnis. Der Abschluss macht das 3malige tiefe Einatmen und danach das  wieder tief Ausatmen. In der Nacht schlafe ich dann jeweils wie ein Murmeltier.

Freundin-Zeit

Nach langer Zeit habe ich es wieder einmal geschafft, mit meiner besten Freundin Maria einen Nachmittag zu verbringen. Ein feines Essen in unserem Lieblingsrestaurant durfte natürlich auch nicht fehlen. An Gesprächsstoff hat es uns nie gefehlt und wir können zusammen stundenlang über Gott und die Welt philosophieren.

Prostata-Operation

Fast einen Monat später erneut ein Gespräch bei der Anästhesie. Dieses war diesmal sehr aufschlussreich und alle Fakten wurden auf den Tisch gelegt. Die Ausführungen waren klar und gut verständlich, sodass mein Mann zum Schluss kam, die Prostataoperation, trotz aller Risiken, durchführen zu lassen.

So kam es am Pfingstmontag zum Spitaleintritt und am darauffolgenden Tag zur Operation. Mittels Laserstrahlen wurde das Prostatagewebe entfernt. Herkömmliche Laser verdampfen das überschüssige Gewebe, Lichtskalpelle schneiden es heraus. Der Eingriff erfolgt durch die Harnröhre. Erfahrene Operateure können den Eingriff besonders gut steuern. In der Hoffnung, dass mein Mann nicht mehr auf den Urinkatheter angewiesen sein wird. Die OP ist gut verlaufen und mein Mann ist auf dem Weg der Besserung. Wir sind guter Dinge, dass die OP erfolgreich war. Anfangs Juni wissen wir mehr, ob der Eingriff erfolgreich war und die Blasenmuskulatur genügend Druck aufbauen kann, um selbstständig Wasser zu lassen.

 

Gespannt schauen wir auf den Monat Juni 2023, was er uns bringen wird. Wie sich die gesundheitliche Situation meines Mannes sich weiter entwickelt, da noch die Baustelle der Leukämie vorhanden ist. Vor allem geniessen wir die kleinen Lichtblicke, die uns das Leben schert.

 

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Mein erster Monatsrückblick in diesem Jahr!

Entrümpelung

Anfang dieses Jahres kam bei mir verstärkt das Bedürfnis auf, Ordnung in mein Leben zu schaffen. Also waren Entrümpelung der Wohnung und Nebenräume angesagt. Jeder Schrank, Schubladen, Büchergestelle wurden umgekrempelt und aussortiert. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Am schwierigsten waren die sentimentalen Dinge und die Bücher die für mich als Leseratte ans Eingemachte gingen. Es kostete mich viel Zeit, da auch Gefühle und Verbundenheit mit im Spiel waren.

In einen Raum ausserhalb unserer Wohnung wurden die ausgemisteten Dinge deponiert. Sei es ausgemustertes Mobiliar, Haushaltartikel, ausgediente Haushaltgeräte etc. Ich hatte das Glück, dass ich auf die Hilfe meiner Schwägerin Barbara und meines Sohnes Marcel zählen durfte. So ging alles zügig über die Bühne. Die Entsorgung übergaben wir einer Firma. Alles wurde minuziös mit dem Chef des Entrümpelungsteams besprochen. Er hat die Räumung in unserem Sinne mit den Mitarbeitern organisiert und ebenso durchgeführt.  Einige Dinge konnten dem Brockenhaus zugeführt werden, was uns sehr freute. Danach machte sich bei mir eine Erleichterung breit. Sicherlich könnte ich mich von dem einem und anderem noch trennen, aber das ist halt ein Prozess, der auch Zeit braucht. Jedenfalls, die Leichtigkeit macht sich bereits in mir breit. Das ist einfach ein tolles Gefühl!

Unser neues Auto

Unser Auto, der Land Rover, welcher uns über 10 Jahre unfallfrei begleitet hat, durfte auch gehen und einem Toyota RAV4 Plugin-Hypbrid Platz machen. Da durch die Krebserkrankung meines Mannes wir sehr wenige Kilometer fahren, d.h. Wohnung, Spital, Wohnung, kam bei uns die Überlegung auf, uns einen Plugin zuzulegen. Ein weiterer Faktor war die Höhe des Kofferraumes, wo der Rollstuhl meines Mannes deponiert ist. Dieser ist bei diesem Auto um 10 cm niedriger, was mir sehr entgegen kommt.

Vitrine Jahrgang 1930

Zwei antike Möbel meiner Schwiegermama selig durften in unserer Wohnung Einzug halten. Die Vitrine Jahrgang 1930 gehörte ursprünglich den Grosseltern meines Mannes. Weitere Möbel dieses Jahrganges stehen in unserem Haus auf Zypern. Dazu gesellten sich ein kleiner antiker Sekretär und die dazugehörende Hocke, welche eine Gobelinstickerei verziert, und eigens von meiner Schwiegermama bestickt wurde. Unsere Freude war gross diesen schönen Möbeln wieder ein Zuhause zu geben.

Verschiebung geplanter OP

Eigentlich hatten wir den Termin für die Prostata-OP meines Mannes bereits auf den 27.4.23 fixiert. Einen Tag vor Spitaleintritt wurde uns durch den Urologen telefonisch mitgeteilt, dass die geplante OP nicht stattfinden kann, da es einige Unstimmigkeiten gibt. Im Moment hat es uns den Boden unter den Füssen weggezogen. Das hiess für uns beide etwas mehr Lebensqualität, auch wenn der Krebs sich immer noch in seinem Körper tummelt. Sollte sich die Leukämie zurückmelden, werden die Blutwerte schlechter, und eine OP kommt nicht mehr in Frage. Uns läuft einfach die Zeit davon….

Highlight

Einige Tage nach dieser Hiobsbotschaft kam unser Enkel Gioele aus Como mit seinen Eltern uns besuchen.  Dieser kleine Wirbelwind gibt uns immer wieder die Kraft weiter zu machen. Wir nehmen diese gemeinsame Zeit dankbar an, denn sie lassen uns für einen Moment alles rundherum vergessen.

 

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Das Jahr 2022 hat uns vor Augen geführt, wie nah Freud und Leid im Leben beieinander sein können. Nach einem unspektakulären ersten Quartal, welches nach derselben Routine ablief, d.h. Planung unserer Monaten auf Zypern. Besuche während unserer Zeit auf Zypern koordinieren etc. Vor unserem Abflug stand noch eine Familienfeier an. Schon während dem Flug zeichneten sich bei Charly gesundheitliche Problem ab. Die schreckliche Diagnose und endlich die ersehnte Hochzeit von Karin und Davide in Italien. Nun alles der Reihe nach:

Überblick unserer Wintermonate in Zürich

Wir geniessen jeweils die Wintermonate in der Schweiz. Wieder so richtig Zeit haben für Familie und Freunden. Während dieser Zeit habe ich Zeit und Musse Nähworkshops zu besuchen um meine Nähkenntnisse auf ein höheres Level zu bringen. Dieses Jahr war es ein Spitzenshirt, welches mich teilweise an meine Grenzen brachte. Dieses Shirt wurde vollumfänglich von Hand genäht. Dieser 2-tägige Workshop wurde von Matthias Ackermann, einen Schweizer Designer, bei Bernina in Steckborn geleitet. Die letzten Male habe ich auch jeweils in Steckborn übernachtet, was weitere Teilnehmerinnen auch taten. So hatten wir in Ruhe Gelegenheit übers Nähen zu philosophieren.

Im Februar teilte unsere liebe Freundin Lilo mit, dass unser Öltank auf Zypern rinnt. Also musste möglichst schnell eine Lösung her. Für meinen Mann Charly kam nur eine Wärmepumpe in Frage. Dies aus der Schweiz zu organisieren ist nicht gerade Zucker schlecken. Zum Glück haben wir uns über die Jahre ein grosses Beziehungsnetz aufgebaut. Die Wärmepumpe konnte durch unseren lieben Freund Christos aus Pafos aufgetrieben und installiert werden. Seine Firma war vor Jahren für sämtliche Installationen verantwortlich in unserer Liegenschaft.

Kurz vor unserem Flug nach Zypern haben wir die Firmung von Charly’s Enkel Tiago in einem feinen Restaurant in Rapperswil gefeiert.

Endlich war es dann so weit und am 1. April flogen wir nach Zypern.

Ankunft auf Zypern – Notfall

Anstelle, das wir die Zeit auf Zypern geniessen konnten, musste Charly bereits am 2. Tag unserer Ankunft notfallmässig ins Spital, da seine Prostata plötzlich das Wasserlassen total verunmöglichte. Die Notaufnahme im General Hospital in Derinia und die dortige Diagnose waren hervorragend. Er wurde stationär aufgenommen und anschliessend am nächsten Tag in die Privatklinik Lito in Paralimni verlegt, wo auch unser Arzt auf Zypern praktiziert.

In der Klinik blieb Charly fast die ganze Zeit – mit wenigen Tagen Unterbruch zuhause.

Leider war den Versuchen, das Prostataproblem mittels Medikamenten zu behandeln, kein Erfolg beschieden, und eine Operation auf Zypern nicht möglich, da die schlechten Blutwerte dies nicht zuliessen. Deswegen hat Dr. Michael Zouvanis am 25. April den Rückflug in die Schweiz mit der schweizerischen Luftambulanz REGA und die Einweisung ins Universitätsspital Zürich veranlasst. Wir können für so eine professionelle Rückführung dankbar sein, und die Kosten wurden von unserer schweizerischen Krankenkasse vollumfänglich übernommen.

Stationärer Aufenthalt im USZ

Nach einer Isolations- und Erholungsphase im Unispital konnte endlich die Knochenmarkpunktion am 3. Juni vorgenommen werden, da die Blutwerte mittlerweile auch auf einem sehr tiefen Niveau gesunken waren. Dabei wurde festgestellt, dass Charly an einer akuten myeloischen Leukämie (AML) leidet und unverzüglich wurde die zur Bekämpfung notwendige Chemotherapie eingeleitet. Patienten mit akuter Leukämie müssen sofort mit einer intensiven Chemotherapie behandelt werden. Das Gefährliche an dieser Art Leukämie ist, dass dadurch das Immunsystem und Blutgerinnung stark reduziert ist, und jegliche Infektion tödlich sein kann.

Diagnose Leukämie… – was nun?

Die Tragweite dieser Diagnose zu begreifen benötigten wir einige Tage. Zuerst völlige Fassungslosigkeit und danach die Frage wie geht es weiter? Zu dieser Zeit funktionierten wir einfach und liessen alles über uns ergehen. Es wurden uns kompetente Ärzte zur Seite gestellt, die auch unsere vielen Fragen beantworteten. Im USZ fühlen wir uns gut aufgehoben.

Bereits am 9. Juni wurde stationär mit der 1. Chemotherapie gestartet, d.h. jeweils an 5 Tagen eine Infusion.

Am 29. Juni musste sich Charly einen kleinen Eingriff unterziehen lassen. Ein Portkatheter  wurde ihm implantiert. Der Port ist ein dauerhafter Zugang von aussen in eine Vene. Besonders bei Krebspatientinnen und -patienten ist er sehr hilfreich, da sie die Medikamente direkt in die Blutbahnen erhalten. Dies ist insbesondere bei der Chemotherapie der Fall.

Am 7.Juli erhielt Charly die 2. Chemotherapie mit zusätzlich einer Tablette, die die Therapie positiv unterstützen sollte. Da dies unter Beobachtung stattfinden sollte wurde er stationär im USZ aufgenommen.

Danach folgten einige Infektionen, die immer wieder einen Spitalaufenthalt notwendig machten. Am 15. August musste der Portkatheter im Schnellgang wieder entfernt werden, da es bereits zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kam. Dies und Wasser in der Lunge sowie eine Pilzinfektion führten zu einem 4 ½ wöchigem Spitalaufenthalt. Die Chemotherapie musste während dieser Zeit auf Eis gelegt werden. Die Blutwerte waren erneut im Keller und Charly musste ständig mit Blutkonserven versorgt werden.

Nun war es an der Zeit, dass wir Zuhause die Hilfe der Spitex in Anspruch nahmen.

Ein Leben im Stand – by

Nach er 2. und 3. Chemotherapie wurden unter dem Mikroskop im Knochenmark keine sichtbaren Krebszellen festgestellt worden. Das Knochenmark stellt jedoch immer noch nicht genügend Blutbestandteile her, so dass wir jede Woche mindestens 2 Mal zu Blutkontrolle, und bei Bedarf zur Bluttransfusion erscheinen müssen. Die nächste Chemo-Therapie ist auf Januar 2023 geplant, da immer noch unsichtbare Krebszellen vorhanden sind.

Auch ist eine Operation der Prostata nicht möglich, solange sich die Blutwerte nicht massgeblich verbessern. Deshalb muss Charly bis auf weiteres mit dem störenden Dauerkatheter leben und dadurch ist seine Lebensqualität massiv eingeschränkt.

Im Moment bringt uns Beide diese belastende Situation an unsere Grenzen sei es physisch als auch psychisch.

Wie weiter…..

Das Leben wird nicht mehr von der Vielfalt der eigenen und gemeinsamen Gedanken und Wünsche bestimmt, sondern eingeengt von Ansprüchen, äusseren Anforderungen des Krankheitsverlaufes, den Bedürfnissen meines Mannes. In dieser Zerrissenheit und Druck durch die Mehrbelastung besteht die Gefahr mich selbst zu verlieren. Gerade die seelischen Anforderungen werden häufig unterschätzt. Manchmal würde ich es vorziehen nicht so nahe am Wasser gebaut zu sein. Öfters kullern mir Tränen die Wangen runter aus Trauer, Aussichtslosigkeit und Zorn. Immer wieder wird mir von verschiedenen Seiten Stärke attestiert. Meiner Ansicht nach Stärke ist, – sich nicht von der Achterbahn des Lebens umwerfen zu lassen -. Schlussendlich machen uns gerade diese Situationen zu dem was wir sind, Leid zu ertragen und nicht daran zu zerbrechen. Mit Dankbarkeit und Demut geniessen wir die gemeinsame Zeit so gut als möglich.

Mein Highlight in diesem Jahr

Endlich konnten meine Tochter Karin und mein Schwiegersohn Davide am 9. Juli ihre Hochzeit gebührend feiern. Ursprünglich sollte dieses Fest im Mai 2020 stattfinden. Natürlich war ihr kleiner aufgeweckter Sohn Gioele mit von der Partie.

Es wurde eine emotionale Feier, wo auch Tränen fliessen durften, natürlich Tränen der Freude an diesem speziellen Freudentag. Erfreulich waren auch das Wiedersehen mit meinen Verwandten, sowie das Kennenlernen der erweiterten Familie des Bräutigams.

               

Ich verbrachte insgesamt 4 Tage in Como, Italien, so dass ich an den letzten Vorbereitungen für das Fest teilhaben konnte und meinen fröhlichen, kleinen, süssen Enkel geniessen.

Leider konnte mein Mann Charly mich nicht ans Fest begleiten, da er diese Tage im Spital verbrachte. Nur so konnte ich das Hochzeitsfest unbesorgt geniessen, da ich mir sicher war, dass er dort gut aufgehoben sein wird. Natürlich schweiften meine Gedanken immer wieder zu ihm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Einer meiner Highlights im August war sicherlich, dass ich in die “The Content Society” einstieg, nachdem ich auch in diesem Jahr am “The Blog Bang” dabei war. Es überrascht mich immer wieder, mit welchem Elan und Herzblut uns Judith Peters die Bloggerei ans Herz legt. Hinter ihr steht ein hoch motiviertes Team und bei den Co-Bloggings mache ich auch regelmäßig mit, was mich wachrüttelt von der Lethargie, welcher ich zeitweise verfalle.

Zurückblickend schwirren in diesem Moment der Entstehung des Monatsrückblickes viele Gedanken im Kreis herum. Der Fokus liegt freilich weiterhin bei der schweren Krankheit meines Mannes Charly. So war auch der August aus gesundheitlicher Sicht, was für viele Ferienzeit bedeutet, für uns mit Bangen und Hoffen verbunden.

Von ambulant zu stationär

Die erste Augustwoche war geprägt durch die Verabreichung der Antibiotika intravenös durch die Spitex.

Die Bezeichnung Spitex, Abkürzung für “spitalexterne Hilfe und Pflege”, ist eine im deutschschweizerischen Sprachraum verwendete allgemeine Bezeichnung für die Hilfe und Pflege zu Hause.

Als wiederum eine ambulante Blutuntersuchung anstand, wurde Charly, da er fiebrig war wieder einmal stationär im USZ aufgenommen. Außerdem wurde im Spital bei meinem Mann eine hochgradige Blutvergiftung diagnostiziert, welche durch den Port verursacht wurde. Bakterien wurden scheinbar von außen nach innen getragen. Unverzüglich wurde wieder Antibiotika intravenös verabreicht. Am 15. August wurde der Port operativ entfernt. Des Weiteren wurde durch ein CT der Lunge, Wasser auf der Lunge und eine Pilzinfektion festgestellt. Zudem fast täglich genötigte mein Mann Blutkonserven (rote Blutkörperchen und Blutplättchen). Leider bleibt meinem Liebsten nichts erspart, nebst der akuten Leukämie, die immer noch präsent ist.

Freiraum schaffen

In der zweiten Woche konnte ich für mich ein paar Stunden frei schaufeln. Den Vormittag habe ich bei Marlies, einer lieben Freundin strickend verbracht. Da wir beide Grossmamis von kleinen Jungs sind, haben wir beschlossen den Kleinen Winterpullis zu stricken. Beim Stricken und Tratschen konnte ich so richtig wieder Energie auftanken. Stricken ist für mich wie Meditation und bringt mir den Ausgleich.

Am 14. August verbrachten Maria, meine beste Freundin und ich einen Vormittag im Bächlihof in Jona. Der Bauern-Brunch war sehr lecker, und haben wir ihn in vollen Zügen genossen. Ich liebe diesen Bauernhof, welcher ein richtiges Paradies für Kindern ist und zum Verweilen einlädt. Die Kürbisfiguren sind im Herbst immer ein Highlight und ziehen Menschen von überall an. Obendrein kann man sich mit leckeren und gesunden Produkten im Hofladen eindecken. Ein Besuch ist es alleweil wert.

Den Quiltworkshop bei Böpplis in Rüti konnte ich mir auch nicht entgehen lassen. Es war spannend und faszinierend zugleich in die Welt des Quilten einzutauchen. Mit den neusten Quiltmaschinen von Bernina zu arbeiten, pröbeln und Quilts zu erstellen. Irgendwann wir aus meinen erstellten Quilts ein Necessaire entstehen.

 

Ein weiterer Höhepunkt war gegen Ende Monat der Besuch meiner Tochter Karin mit meinem Enkel Gioele aus Como, Italien. Wir verbrachten 3 Tage zusammen, was mir etwas Leichtigkeit und Freude ins Leben zurückzauberte. Die Lebensfreude und Unbeschwertheit des Kleinen wirkt ansteckend. Die Abendspaziergänge am Zürichsee entlang zum Glace Stand, um ein feines echt italienisches Eiscreme zusammen zu genießen, bleibt mir in bester und freudiger Erinnerung.

Fazit

Trotzdem ließ ich es mir nicht nehmen jeweils die Nachmittage am Krankenbett meines Mannes zu verbringen und ihm so den Spitalalltag etwas zu erleichtern. Jedenfalls hoffen wir auf baldige Besserung seines Zustandes und Entlassung aus dem Krankenhaus. Damit wieder ein normaler Alltag bei uns Einkehr halten kann.

Auch für die noch so kleine Abwechslung bin ich sehr dankbar und lernte in den letzten Monaten die kleinen Dinge und die Verbundenheit die uns umgibt, umso mehr zu schätzen.

 

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Herzlich Willkommen!

Ich nimm dich mit auf meinen Tag in Bilder in dieser meiner Lebensphase, 12 Bilder am 12. jedes Monats.

Auf gehts!

Meinen Tag starte ich mit einem Blick auf meine Pflanzen auf dem Balkon. Sie erfreuen mich jeden Tag aufs Neue.

                         

Auf geht’s mit dem Tram ins Unispital, wo mein Mann seit Donnerstag wieder einmal liegt. Medikamente mussten noch Morgens vorbei gebracht werden und etwas Zeit konnten wir noch miteinander verbringen, obwohl noch keine Besuchszeit war.

                         

Auf dem Rückweg konnte ich es nicht lassen, etwas Zeit in meiner Lieblings Buchhandlung zu verbringen. Mein Streifzug war auch diesmal erfolgreich. Das Zürich Wimmelbuch ist für meinen Enkel Gioele, der heute 2 Jahre alt wird bestimmt. Er liebt diese Wimmelbücher so. Die anderen zwei Bücher werde ich mir zu Gemüte führen. Momentan stehen Gesundheitsfragen bei mir ganz weit oben.

                           

Morgen am 13. August, findet die alljährliche Street Parade statt. Die Aufbauarbeiten auf dem Sechseläutenplatz sind in vollem Gange. Dies ist einen Technoparade in Zürich, die am Zürichsee entlangführt. Der 2,4 km lange Umzug der Love Mobiles startet wie in den Vorjahren beim Utoquai. Danach rollen die Trucks rund um das Zürcher Seebecken. Bis 24 Uhr wird bei allen Bühnen der Abschluss der Street Parade gefeiert!

Nun geht’s wieder auf ins Spital. Ich liebe unsere Züritrams. Sie sind pünktlich, leise und gemütlich.

Im Spital ist alles steril und man taucht in eine ganz andere Welt ein. Manchmal sind die leeren Gange furchterregend, da man hinter den Türen nie weiss was einem erwartet. Beim Stricken verkürze ich mir die Zeit, wartend auf meinen Mann bis alle Untersuchungen durch sind.

Den Abend liess ich ausklingen mit einem Spaziergang dem Zürichsee entlang.  Die Blumenpracht erfreut mein Herz und birgt gleichzeitig ein Schimmer Hoffnung in sich.

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Bereits sind wir wieder in der zweiten Hälfte des Jahres. Die vergangenen Monate dieses Jahres waren für uns sehr herausfordernd und haben unser bisheriges Leben über den Haufen geworfen. Wir wurden auf eine harte Probe gestellt.

Freud und Leid

In diesem Monat Juli konnten sich Leid und Freude die Hand reichen. Nebst der Krebserkrankung meines Mannes konnten wir endlich nach über 2 Jahren Verspätung am 9. Juli die Hochzeit meiner Tochter in Como feiern. Wenn auch leider ohne Beisein meines Mannes. Für mich war es nur möglich, an der Hochzeit teilzunehmen, weil mein Mann stationär im USZ aufgenommen wurde, um einen Port anzulegen und anschliessend die zweite Chemotherapie zu erhalten. Daraus wurde schliesslich ein zweiwöchiger Spitalaufenthalt im Unispital Zürich.

Ich konnte 4 Tage in Como verbringen und somit auch meinen Enkel Gioele etwas geniessen. Es war eine sehr emotionsreiche Hochzeit bei schönstem Wetter unter freiem Himmel in einem Weiler abseits von Como. Es war schön, entfernte Verwandte und alte Schulfreunde von Karin zu sehen. Wenn ich zurück denke, hab ich diese teilweise als Kinder gesehen, nun sind sie erwachsen geworden und stehen mit beiden Beinen auf dem Boden. Diese Tage haben mir gut getan, und so konnte ich neue Energie tanken. Nichtdestotrotz war ich in Gedanken immer bei meinem Mann.

 

 

Am 11. Juli konnte ich wieder Charly vom Spital abholen. Ihm ging es soweit gut, und wir waren guter Dinge. Ihm ging es relativ gut, sodass ich ein paar Nähobjekte realisieren konnte. Nähen ist für mich wie Meditation, und man kann die Seele so richtig baumeln lassen.

Stricken – Neuland für mich

Einen Vormittag konnte ich sogar mit meiner Freundin Marlies verbringen.  Da wir beide Grossmütter kleiner Jungs sind, haben wir uns entschlossen, Winterpullover für die Jungs zu stricken. Da ich im Stricken nicht so bewandert bin, leitet mich Marlies wunderbar an. Während unseres zweiwöchentlichen Unispitalbesuchs verkürzt mir das Stricken die langen Wartezeiten, da sich diese je nachdem bis zu 6 Stunden hinziehen können. Als Belohnung halte ich am Schluss einen schönen kuschligen Pullover für den Kleinen in den Händen.

Nicht schon wieder

Diese Zuversicht war nicht von langer Dauer. Am 21. Juli, nach einem wiederholten Besuch im Unispital inkl. Blutinfusionen, ging es plötzlich bergab. Die Energien waren wie weg geblasen und mein Mann wurde zusehends schwächer. An diesem Wochenende waren meine Tochter Karin mit Davide, meinem Schwiegersohn und klein Gioele bei uns zu Besuch. Sie waren sichtlich erschrocken über Charlys Zustand. Mein Mann hatte sich so sehr über deren Besuch gefreut. Ich war so erstaunt wie der bald zweijährige Gioele damit umging, er war leiser und ruhiger und sein Blick schwand immer wieder zu seinem Nonno.

Am Montag wurde Charly wieder im Unispital stationär aufgenommen, da die Blutwerte sich merklich verschlechtert hatten. Es folgte ein sechstägiger Spitalaufenthalt, wo er wieder auf die richtige Spur gebracht wurde. Wir werden nun Zuhause von der Spitex tatkräftig unterstützt, da er noch intravenös Antibiotika benötigt.

 

Wie sagt man so schön, jeder neue Tag ist ein Geschenk.

 

 

 

 

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Ein normaler Tag

Ich mache mal wieder einmal bei 12 von 12 mit. Eine schöne Blog Tradition, die von Caro von “Draussen nur Kännchen” hochgehalten wird. Durch #Judith Peters wurde ich darauf aufmerksam, ansonsten wäre er sicherlich auch diesen Monat vergessen gegangen.

Heute Morgen hab ich als erstes schon mal die WordPress Sprechstunde mit Stefanie P. auf meinem Laptop hochgefahren.

Mein Morgenspaziergang führte mich am schönen Zürichsee. Einige Schwimmer waren bereits unterwegs und die Enten schauten interessiert zu.

An verschiedenen Orten entdeckt man versteckte Plätze am See, welche zum Hinsetzen einladen. Hier kann in Ruhe ein Buch lesen, meditieren etc. Danach kann noch das kühle Nass genossen werden.

Ein Ausflugsschiff ist bereits bei fabelhaftem sonnigem Wetter unterwegs. Im Hintergrund erblickt man den Üetliberg, unseren Hausberg.

 

Nach einstündigem Morgenspaziergang, schlendere ich gerne noch etwas abseits des Sees zurück nach Hause. Angetan auf diesem Weg haben es mir  jeweils Wiese und alte Bäume. Manchmal bekommen sie sogar eine Umarmung.

Diese imposante Skulptur ist bei Kindern sehr beliebt, vor allem zum Verstecken spielen. Mein Enkel liebt das Versteckspielen hier.

Noch schnell die Strasse überqueren. Wie man sieht hat der Verkehr sichtlich in dieser Stunde zugenommen.

Rechtzeitig zur WordPress Sprechstunde wäre ich Zuhause angekommen. Beim Email-Check habe ich erfahren, dass die Sprechstunde auf Morgen verschoben wurde. Deshalb konnte ich die bestellten Medikamente für meinen Mann von der Apotheke bereits morgens abholen.

         

Den Nachmittag genoss ich grossenteils auf dem Balkon bei einem guten Buch und einer Tasse Tee.

Den Abend haben wir, mein Mann und ich, bei einem feinen Abendessen ausklingen lassen. Unser Essen bestand aus Vitello tonnato und Salaten, gerade richtig bei dieser Wärme.

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Monate Januar – Juni 2022

Schon wieder ist das erste halbe Jahr 2022 vorüber. Manchmal frage ich mich, wie es sein kann, dass die Zeit so schnell vorüber geht. Und es gibt dann wieder Momente, die sich scheinbar endlos ziehen, und man das Gefühl bekommt, in einem Hamsterrad zu drehen. Aber dazu später mehr.

Ich bin dankbar für meine Routine, die ich hier durch das Bloggen entwickelt habe. Meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Die letzten Monate nochmal Revue passieren zu lassen, denn vieles geht im Trubel des Alltags unter. Nicht nur die Schattenseiten, sondern auch die Sonnenseiten, auch wenn es im Moment wenige davon gibt. Zu sehen, wie viel geschehen ist – und es gab eine Menge Bewegung.

Krieg in Europa

Das traurigste Ereignis im Februar 2022 ist der Beginn der militärischen Aggression, was am 24. Februar 2022 mit der Invasion von Russland in die Ukraine endete. Krieg in Europa, eigentlich unvorstellbar, und doch traurige Realität, niemand wollte es wahr haben. Dieser Krieg macht Angst und fassungslos… da er in Europa für nicht möglich gehalten wurde, nach Gesprächen verschiedener europäischen Staatsmänner, die versucht hatten zu vermitteln und zu beschwichtigen. Wie zum Teufel konnte dies geschehen? Wieviel Leid müssen diese Menschen erdulden?

Frühling

Wie in jedem Jahr merkte ich auch jetzt wieder, wie ich den Frühling liebe. Das Erwachen der Natur, die Schönheit, die plötzlich wieder überall zu entdecken ist. Die Sonnenstrahlen, die die Haut erwärmen, all das tut mir so gut. Ich merke auch, wie die Natur etwas in mir weckt – Tatendrang.

Der Frühlingsanfang war zwar erst in der zweiten Hälfte des Monats März, aber gefühlt kam der Frühling schon direkt Anfang Monat zu uns in die schöne Schweiz. Mit meiner Fotokamera war ich oft draussen am schönen Zürichsee anzutreffen. Unter anderem beobachtete ich gerne die mutigen Schwimmer im kalten Zürichsee. Zu denen gehörte regelmässig auch mein Sohn Christian dazu.

Firmung

Unser Highlight war die Firmung unseres Enkels Tiago im März. Die Firmung ist ein Sakrament der katholischen Kirche: Für viele Menschen, die bereits als Kleinkind getauft wurden und im Volksschulalter die Erstkommunion gefeiert haben, ist die Firmung die erste reife, persönliche Entscheidung für ein christliches Leben. Deshalb spricht man beim Sakrament der Firmung auch vom “Erwachsenwerden im Glauben”.

Wir waren dankbar, den Tag mit unserem mittlerweile volljährigen Enkel, nahen Verwandten und Freunden zu verbringen. Endlich ist es wieder möglich, sich mit unseren Lieben zu treffen und sich nahe zu fühlen.

Workshop bei Bernina

Etwa eine Woche vor unserem Abflug nach Zypern habe ich einen Workshop bei Bernina Steckborn besucht. Während diesem zweitägigen Kurs, welcher geleitet und begleitet von Matthias Ackermann wurde, einem Schweizer Designer, entstand ein Shirt aus Spitzen von Hand genäht. Eine richtige Herausforderung für mich, oder wie sagt man heute so schön: eine “Challenge”. Das musste einfach noch sein vor unserer Abreise.

Umbruch

Am 1. April war es soweit, kein Aprilscherz, ging es Richtung Zypern. Da war die Welt noch in Ordnung. Leider während unseres Fluges bekam Charly, mein Mann, gesundheitliche Probleme, die sich auf Zypern noch verschärften, sodass ein Spitalaufenthalt notwendig wurde.  Vorerst war die Prostata die Ursache. Nach zweiwöchigem Aufenthalt im Spital und 10 Tage in unserem Haus auf Zypern, brachte uns ein Flugzeug der Rega in die Schweiz zurück, wo es für meinen Mann direkt ins Unispital ging. Wir waren guter Hoffnung, dass eine Operation das alles regeln würde und wir im September 2022 wieder das Meer und die Sonne auf Zypern geniessen könnten.

Alles kam anders, und nur Wochen später kam dann die niederschmetternde Diagnose “akute myeloische Leukämie”. Was nun folgt kann sich jeder denken!

Manchmal spielt das Leben wirklich verrückt. Wir gerieten in einen Strudel und einem Wechselbad der Gefühle, Angst vor dem Ungewissen, was uns erwartet, Hoffnung, Zuversicht und Glaube, dass alles gut kommt, wechseln sich immer noch ab. Die inneren Kraftquellen werden auf eine harte Probe gestellt.

Mit Geduld, grosser Hoffnung und Zuversicht sehen wir dem zweitem halben Jahr 2022 entgegen.

 

 

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Mein Monat Februar 2022 hat im Zeichen des Nähens für mich angefangen. Einige Workshops habe ich bei Bernina Steckborn besucht. Ich war so richtig im Flow beim Nähen für unsere Enkel. Es entstanden Hoodies, T-Shirts, Pumphosen etc., sowie die Löwenrucksäcke für Kleinkindern, die mir einiges Kopfzerbrechen verursachten! Da mein Enkel Gioele im Sternzeichen Löwen geboren wurde, fand ich dieses Motiv sehr passend und ein richtiger Aufsteller. Ich bin überzeugt, er wird seine Freude daran haben…..

Die Ereignisse dieses Monats überschlagen sich, aber nun alles der Reihe nach:

 

 

Bernina L890

 

Des Weiteren hat eine neue Bernina Overlock/Covermaschine hat bei mir Einzug gehalten. Am 25.2 besuchte ich einen Workshop bei Matthias Ackermann bei Bernina Steckborn, um meine neue Overlocker besser kennen zu lernen. Meine L890 ist der Hammer!! Während diesem Jahr werdet ihr viele Kreationen bestaunen können, welche mit dieser innovativen Maschine entstanden sind. Bevor der Overlocker auf die Reise nach Zypern geht, unserer zweiten Heimat, kommt sie so richtig zum Zuge. Es wird auf ihr gearbeitet was das Zeug hält.

 

Gioele

 

Aufgrund Corona-Erkrankung und der Quarantäne meiner Tochter, Schwiegersohn und Enkel konnten wir uns einige Monate nicht sehen, da sie in Como Italien leben. Endlich am. 7. Februar verbrachte ich 3 Tage mit ihnen in Como, und konnte meinen Enkel Gioele so richtig knuddeln. Ich genoss die Zeit mit der kleinen Familie in vollen Zügen. Das sind Lichtblicke im Leben….

 

Krieg

Das bedeutendste und gleichzeitige traurigste Ereignis im Februar 2022 ist der Beginn der militärischen Aggression und endete am 24. Februar 2022 mit der Invasion von Russland in die  Ukraine. Krieg in Europa, eigentlich unvorstellbar und doch traurige Realität. Niemand wollte es wahr haben. Dieser Krieg macht Angst und fassungslos, besonders da er in Europa für nicht möglich gehalten wurde, nach Gesprächen verschiedener europäischen Staatsmänner, die versucht haben zu vermitteln und zu beschwichtigen. Wie zum Teufel konnte dies geschehen?

Mein Mitgefühl gilt allen Menschen im Kriegsgebiet, den Zurückgebliebenen, sowie denen, die teilweise fluchtartig die Ukraine verlassen mussten – mit ungewisser Zukunft. Meine Solidarität ist aber auch bei den Menschen, die in Russland auf die Strasse gehen. Die gegen diesen Wahnsinn demonstrieren und sich nicht abschrecken lassen, und mit schrecklichen Konsequenzen rechnen müssen.

Bei mir kommen Bilder einer Episode aus Erzählungen meiner Mutter hoch, welche den 2. Weltkrieg in Italien hautnah miterlebte. Bei einem plötzlichen Bombenangriff befand sie sich mit einigen Freundinnen auf einem freien Feld. In Panik sind sie auseinander gesprungen. Sie konnte unter einem riesigen Baum Schutz finden. Alle Kameradinnen kamen um, als einzige hat sie überlebt. Dies beschäftigte sie ihr ganzes Leben und hat sie sicherlich geprägt. Ihre Augen waren jeweils mit Tränen gefühlt – auch Jahre danach – bei ihren Erzählungen.

Eigentlich sollte sich nach zwei Corona Jahren endlich wieder Zuversicht und Leichtigkeit einstellen, aber daran ist momentan nicht zudenken – ganz im Gegenteil.

Die Sorge darüber, wie das Ganze sich weiter entwickelt, wird uns noch eine ganze Weile begleiten. Nichts desto trotz sollten wir unser Gedankenkarussell stoppen, und versuchen, uns in Gelassenheit zu üben.

 

Gelesene Bücher

  • Milena Moser: Das Glück sieht immer anders aus: Eine schonungslos offene, tief gehende und berührende Lebensbetrachtung. Das wohl persönlichste Buch von Milena Moser. Sehr empfehlenswert.
  • Elena Ferrante: Das lügenhafte Leben der Erwachsenen: Ein mit Dramatik gespicktes Buch über das Erwachsenenwerden. Es geht der Frage nach: “Wer bin ich, wenn die scheinbar perfekte Welt meiner Eltern auseinanderbricht?”
  • Sergio Bambaren: Der träumende Delphin:  Es ist eine wunderschöne Geschichte, die davon handelt, was wirklich im Leben zählt. Tolles Seelenfutter.

 

Worauf ich mich im März freue:

Wir sind so richtig in Aufbruchsstimmung und zählen die Tage und Stunden bis zu unserer Abreise. Viele Stoffe kommen mit auf Zypern. Da ich sehr viel Wert auf qualitativ gute und Bio Stoffe lege. Kaufe ich diese hier in der Schweiz oder ab und zu in Deutschland ein. In meinem Atelier auf Zypern kann ich meine Kreativität dann so richtig entfalten umgeben von wunderschönen Stoffe.

Ein kirchliches Fest, die Firmung Charlys Enkels Tiago steht auch noch an. Wir freuen uns mit ihm diesen Tag feiern zu können.

 

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Auch dieses Jahr versuche ich jeweils am 12. eines Monats meinen Tag zu bloggen und dieses Mal aus der Schweiz.  Zwölf Bilder, ohne viel Text, die einen Einblick in den Alltag gewähren. Eine alte Blogger:innen-Tradition: Die Idee entstammt der Idee von “Chad Darnell”, aber leider inzwischen wird sie nicht mehr fortgeführt. Hier in Europa wird diese Tradition von “Caroline nur Kännchen” gepflegt.

 

Hurra, heute mal kein Regen und Nebel!

 

Gestern entstand dieses Foto in San Bernardino und heute feiert mein Enkel Gioele seine 17 Monate. Bleib weiterhin so fröhlich, schelmisch aufgestellt und gwunderig auf alles was noch Kommen mag.

 

Die erste Blüte meiner Amaryllis war ein richtiger Aufsteller heute!

 

 

Nach meinem Ausflug in den Schnee gestern, hab ich heute das Schnittmuster des Löwenrucksack in Angriff genommen.

 

Hier ist meine Temperaturdecke am entstehen!!! – Werde darüber in einen weiteren Blog posten!

 

Abends kam noch die Lieferung von unserem Supermarket. Schnell noch kontrollieren und danach unverzüglich in den Kühlschrank oder in den Schrank stellen.

 

Zum Nachtessen gab es eine feine Bündner Gerstensuppe, welche zu den heutigen Temperaturen vollkommen passend und lecker war.

 

Den restlichen Abend verbringe ich mit meinen mit dem Buch “Alles in Ordnung” von Marie Kondo und mit einem Eintrag in meinem “Das 6-Minuten Tagebuch.

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