Tipp #1: Sich der eigenen Krisenkompetenz bewusst werden

Die ganze Corona-Krise rüttelt an unseren Glaubenssätzen und wird unsere Zukunft nachhaltig verändern. Es gelingt Menschen mit einem resilienteren Mindset die schönen Momente (harmonische Familie, Partnerschaft, die Jahreszeiten,  die sich ergebenden Chancen oder die gewonnene Zeit) wahrzunehmen. Der Fokus liegt stärker auf den positiven Dingen. Man erlebt die gegenwärtige Situation als einen Prozess mit offenem Ausgang und nicht nur als einen negativen Zustand, der möglichst schnell beendet sein soll. Resilienz entsteht zum grössten Teil in der aktiven Auseinandersetzung mit Krisen.

Tipp #2: Ausstehende Entscheidungen treffen 

Finde Gründe und Möglichkeiten etwas zu tun, um dich weiterzuentwickeln. Wer stagniert, wird schrumpelig, wie eine Pflanze, die nicht gegossen wird. Dies ist auch nicht eine Frage des Alters. Vielleicht gibt es etwas, was du schon immer tun wolltest.

Ja nicht aufschieben – wachse über deine Komfortzone hinaus.

Tipp #3: Sich treu bleiben

Überlege, was du schon alles geschafft hast, und klopfe dir dann dafür auch mal selber auf die Schulter (Herzmeditation). Verstelle dich nicht. Und vor allem: vergleiche dich nicht mit anderen. Denn meistens entspricht das was du siehst, wenn sich ein Mensch immer glücklich und happy zeigt, nicht der Realität. Fokussiere dich auf dich, denn ein bisschen Egoismus hat noch keinem geschadet.

Tipp #4: Stärkende Beziehungen und Netzwerke pflegen

Beziehungen sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Freunde, Familie oder einen aufmerksamen, einfüllsamen Partner an seiner Seite zu haben hilft, die Resilienz zu stärken, und somit auf belastenden Situationen, wie beispielsweise in Krisen, ruhig und souverän zu reagieren.

Auch wenn unsere derzeitige Situation schwierig ist, wir Sorgen oder auch Ängste haben, sollten wir uns auf ein gutes Miteinander besinnen, und aufrichtig und wertschätzend miteinander umgehen.

Tipp #5: Nimm dir eine regelmässige kreative Auszeit

Sei kreativ, lasse deine Gedanken kreisen und lebe auch deine verrückte Seite aus.

Besonders in Krisentagen oder bei einschneidenden Erlebnissen neigen wir dazu, innerlich zusammen zu brechen. Und das macht es eher schlimmer als besser. Daher gehe raus und schau dir einen schönen Sonnenaufgang an, tanze durch die Wohnung während der Hausarbeit, male Mandala, lese ein motivierendes Buch und versuch dich selbst zu motivieren. Zum Beispiel ist für mich Nähen mein Yoga und gibt mir die innere Ruhe.

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Resilienz ist gegenwärtig in aller Munde. Natürlich stellt sich die Frage, ob Resilienz nicht “wieder ein neues Wort” ist mit dem sich gutes Geld verdienen lässt. Zum Teil ist es sicherlich so; lässt sich prima in Coachings und Psychotherapien einbauen. Man bekommt einen neuen Blickwinkel in einem bewährten System.

Gleich vorab: Es ist nicht die Definition, die Resilienz als einzig Wahrheit beschreibt, sondern mehrere Auslegungen: Sie wird Wissenschaftlich als psychische Widerstandskraft oder -fähigkeit bezeichnet und im allgemeinen Sprachgebrauch als Immunsystem der Psyche oder wie deine persönliche Superkraft.

Resiliente Menschen verfügen über eine starke Widerstandskraft und Schutzmechanismen gegenüber Gegebenheiten, die auf sie einprallen und erholen sich schnell wieder.

Wer den Körper stärkt, stärkt gleichzeitig auch die Psyche und damit auch die Resilienz. Eine starke Resilienz hilft dabei, schwierige Lebensaufgaben die auf uns einprasseln besser zu bewältigen und mental gesund und tapfer zu bleiben.

Zur Resilienz gehört ferner, daran zu glauben, dass man selbst etwas bewirken und verändern kann. Eigenverantwortung für sein Leben übernehmen. Nach Wegen suchen, die helfen über sich selbst zu lernen. Vielleicht erlangt man die Kenntnis an der Krise gewachsen zu sein. Wie heisst es schön: Wo eine Tür zugeht, geht eine Neue auf. In jeder scheinbar noch so verfahrenen Situation, aktiv zu handeln – und später dem Ganzen vielleicht sogar einen Sinn abzugewinnen.

Resilienz ist nicht statisch

Zwar wurde uns ein Teil durch Genetik und Erziehung mitgegeben, aber wir können uns im Laufe des Lebens weiterentwickeln, um besser mit Herausforderungen und schwierigen Situationen umgehen zu können.

Übrigens die Resilienz zu fördern, beginnt bereits vor und mit der Geburt. Fühlt sich eine Frau in der Schwangerschaft gut umsorgt und unterstützt, so überträgt sich das auf das Kind und bereitet
den Boden für seine gute Widerstandskraft.
Als werdende Eltern Stress zu empfingen, ist durchaus in Ordnung und unvermeidlich. Wichtig ist aber, dafür Strategien zu kennen, um damit umgehen zu können, wie zum Beispiel sich Zeitfenster zu gönnen für Bewegung im Freien, eine kleine Insel schaffen, Paarzeiten etc.

Akzeptieren das Veränderungen Teil unseres Lebens sind

Das Leben ist immer im Fluss: Veränderungen gehören zum Leben und manchmal tut es richtig weh. Besonders gegen die Dinge, die sich nicht ändern lassen, sollte man den Widerstand aufgeben. Unser Fokus sollte in dem liegen, was sich beeinflussen lässt.

Des Weiteren ein gutes soziales Umfeld ist in Krisenzeiten enorm wichtig. Es ist wie ein Netz, das uns sanft auffängt. Hilfe annehmen ist nicht immer einfach. Wir sollten schätzen, wenn es Menschen gibt, die Anteil an unserem Leben nehmen.

So können wir resilienter werden:

“Ja” zum Leben zu sagen – auch in Momenten, wo es schwierig ist, die Selbstwahrnehmung schärfen, die Achtsamkeit im
Leben verstärken. Da gibt es viele Wege wie Yoga, meditieren, etc. Die Perspektive nie aus den Augen verlieren, wenn auch schwierige Situationen einen zu grossen Raum einnehmen.

Realistische Ziele setzten: es kann hilfreich sein kleine Meilensteine oder Zwischenziele zu setzen und so Schritt für Schritt auf sie zuzugehen. Sollte man straucheln Krone richten und weitergehen und den Blick aufs Ganze nicht aus den Augen verlieren.

Fazit

Resilienz ist psychische Gesundheit trotz Risikobelastungen.

Mir lag dieser Blogeintrag am Herzen, da ich mittendrin stecke und die Resilienz in mir immer wieder aufs Neue aktiviert werden muss.

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Der Monat Mai fing bei uns gemächlich an. In der Hoffnung, dass die Prostata OP doch noch nachgeholt werden kann. Naja, bei uns dreht sich halt im Moment alles um die Krankheit meines Mannes. Die verschluckt einen grossen Teil unserer Energien und Ressourcen.

 Kleine Inseln schaffen

Bereits seit Monaten versuche ich kleine Inseln für mich zu schaffen. Zufälligerweise bin ich vor ein paar Wochen an einem Patchwork-Laden in der Stadt vorbei geschlendert und bin spontan eingetreten. Ich liess mich von den vielen Stoffen und Farben inspirieren. Im Laden empfing mich eine Ruhe und Gelassenheit, die auf mich überschwappte. So schien mir die Zeit gekommen, einen Patchwork/Quilting Workshop zu besuchen. Da die Stunden frei wählbar waren, kam mir dies momentan sehr entgegen. Ich bin voll im Kleinkind-Kleidernähen und so kam mir die spontane Idee, eine Bettdecke für meinen kleinen süssen Enkelsohn Gioele zu patchen und anschliessend mit einem Quilt zu versehen. Es fühlt sich so meditativ, inspirierend an, und ich bleib in meiner Mitte. Die Projekte können farblich je nach Stimmung unterschiedlich ausfallen.

Beim Patchworken setzt man kleine Stoffstücke zusammen und näht daraus ein Projekt. Quilten stammt aus dem Englischen “to quilt” und steht für das Steppen.

 

Abklärungen

Mitte Monat stand dann die Cardiountersuchung meines Mannes beim Circle im Flughafen Zürich an, zusätzlich zu den wöchentlichen Blutuntersuchungen im Unispital. Der Circle ist eine Aussenstation des Unispitals. Die Resultate waren ernüchternd und der Arzt riet meinem Mann von einer Prostata Operation ab. Von medizinischer Sicht gesehen sicher gerechtfertigt. Mehr Lebensqualität liess der Arzt nicht gelten. So blieb uns die Hoffnung, dass mein Mann die Anästhesie davon überzeugen kann. Argumentieren ist eine meines Mannes Stärke. Zu guter Letzt hat sie zugestimmt, nachdem wir über die Risiken informiert wurden.

Raindrop-Technik

Einmal im Monat, wenn möglich 2x, gönne ich mir die Raindrop-Massage in Rapperswil bei Annett Pedrotti. Übrigens: sie unterrichtet diese Technik auch in Bad Zurzach den angehenden Masseuren.

Die Raindrop-Technik entspannt die gesamte Rückmuskulatur und reduziert nachhaltig Stress und Schmerzen. Sie transformiert auf körperlicher, emotionaler und spiritueller Ebene. Das Auftragen ätherischer Öle auf die Füsse und Rücken, zwei Heil-Ritual-Techniken, klassische Massage-Griffe und eine warme Kompresse, machen die Raindrop-Technik zu einem einmaligen Erlebnis. Der Abschluss macht das 3malige tiefe Einatmen und danach das  wieder tief Ausatmen. In der Nacht schlafe ich dann jeweils wie ein Murmeltier.

Freundin-Zeit

Nach langer Zeit habe ich es wieder einmal geschafft, mit meiner besten Freundin Maria einen Nachmittag zu verbringen. Ein feines Essen in unserem Lieblingsrestaurant durfte natürlich auch nicht fehlen. An Gesprächsstoff hat es uns nie gefehlt und wir können zusammen stundenlang über Gott und die Welt philosophieren.

Prostata-Operation

Fast einen Monat später erneut ein Gespräch bei der Anästhesie. Dieses war diesmal sehr aufschlussreich und alle Fakten wurden auf den Tisch gelegt. Die Ausführungen waren klar und gut verständlich, sodass mein Mann zum Schluss kam, die Prostataoperation, trotz aller Risiken, durchführen zu lassen.

So kam es am Pfingstmontag zum Spitaleintritt und am darauffolgenden Tag zur Operation. Mittels Laserstrahlen wurde das Prostatagewebe entfernt. Herkömmliche Laser verdampfen das überschüssige Gewebe, Lichtskalpelle schneiden es heraus. Der Eingriff erfolgt durch die Harnröhre. Erfahrene Operateure können den Eingriff besonders gut steuern. In der Hoffnung, dass mein Mann nicht mehr auf den Urinkatheter angewiesen sein wird. Die OP ist gut verlaufen und mein Mann ist auf dem Weg der Besserung. Wir sind guter Dinge, dass die OP erfolgreich war. Anfangs Juni wissen wir mehr, ob der Eingriff erfolgreich war und die Blasenmuskulatur genügend Druck aufbauen kann, um selbstständig Wasser zu lassen.

 

Gespannt schauen wir auf den Monat Juni 2023, was er uns bringen wird. Wie sich die gesundheitliche Situation meines Mannes sich weiter entwickelt, da noch die Baustelle der Leukämie vorhanden ist. Vor allem geniessen wir die kleinen Lichtblicke, die uns das Leben schert.

 

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